Das ist so eine Sache: Aufräumen mit Kleinkindern

Das ist so eine Sache: Aufräumen mit Kleinkindern

Die Sache mit dem Aufräumen führt bei uns häufig zu Meinungsverschiedenheiten, nicht nur zwischen Eltern und Kindern. Dass Kinder meist eine andere Vorstellung (bzw. noch gar keine) von Ordnung haben als die Eltern, sehen wir ein. Für uns stellt sich vor allem die Frage, wie viel wir von unseren Kindern  hinsichtlich Aufräumen verlangen können und mit wie viel Unordnung wir leben müssen (und können). Da ist es gut zu wissen, dass nicht nur jeder ein anderes Konzept von Ordnung hat, sondern dass „Ordnung“ an wichtige Entwicklungsstufen des Kindes gekoppelt ist.

Ein Vorschulkind kann nicht selbständig aufräumen

Demnach funktioniert die Sache mit dem Aufräumen jeweils anders, abhängig davon, welche Entwicklungsstufe ein Kind bereits erreicht hat (Vorschulalter, Schulalter, Pubertät). Da unsere Kinder maximal das Vorschulalter erreicht haben, hier der Trost für alle Eltern, deren Kinder auch noch nicht älter sind: Sie können nicht alleine aufräumen, selbst, wenn sie es wollen. Das heißt im Umkehrschluss: Jemand, der schon verstanden hat, wie Ordnung funktioniert, muss vor- bzw. mitmachen. Das sind dann meistens wir Eltern.

Tipps und Tricks fürs Aufräumen

Um das leidliche Aufräumen sowohl den Großen als auch den Kleinen erträglicher zu machen, hilft es, die Kinder konkret anzuleiten: Dem Kind sagen, was es wohin räumen soll. Dabei ist es wichtig, dass alles einen eindeutigen Platz hat und die Menge dessen, was aufgeräumt werden muss, überschaubar ist. Außerdem darauf achten, dass das Ordnungssystem altersgerecht bleibt. Beim Aufräumen der Playmobil-Wüste hilft bei uns beispielsweise, nicht nach Themen (Zoo, Bauernhof, Ritter etc.) zu sortieren, sondern z. B. alle Tiere in eine Kiste, alle Figuren in eine andere etc.

Eltern geben Orientierung und Hilfestellungen

Laut Expertenmeinung sollen die Eltern Hilfestellung durch Vormachen und Anleiten geben, ohne dabei auf ihr Prinzip zu bestehen. Mit fünf bis sechs Jahre haben die meisten Kinder (angeblich) verstanden, wie aufräumen funktioniert und sortieren auch gerne nach ihrem eigenen System. Das sollten Eltern tolerieren und sogar fördern. Konsequenz gilt für die Eckpunkte: Wann wird aufgeräumt? Wie viel muss aufgeräumt werden? Wohin sollen die Sachen aufgeräumt werden? Und: Es darf auch mal etwas stehenbleiben, wenn damit später weitergespielt wird.

Und wenn’s nicht klappt?

Das klingt in der Theorie ganz plausibel, hilft aber bei bockigen aufräumverweigernden Kindern leider auch nicht weiter. Da kostet es uns mitunter Nerven, an unserem Prinzip „Bevor etwas Neues ausgeräumt wird, wird das Alte zunächst aufgeräumt“ festzuhalten. Da hilft bei uns nur: Das Aufräumen spielerisch gestalten à la „Wer hat am schnellsten eine Kiste voll?“ oder „Ob wohl die ganzen Ritter in die Burg passen?“. Und wenn das nicht hilft, dann bocken wir eben auch: „Bevor nicht aufgeräumt ist, möchte ich nicht mit dir malen. Komm, ich helfe dir aber, dann geht’s ganz schnell.“

Uns interessiert, wie das mit dem Aufräumen bei euch so klappt – und welche Tricks und Kniffe ihr parat habt. Schreibt doch einen Kommentar – wir freuen uns auf eure Anregungen und Meinungen!

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